Forschungsseminar "Zur Polarität des Guten und Bösen. Intermediale Annäherungen"


26. - 28. Januar 2012:
Deutsches Seminar, Universität Basel (Raum 3)
Die einander opponierenden und sich zugleich bedingenden Prinzipien „gut“ und „böse“ sind uns auch in ihrer medialen Erscheinung stets präsent. Bei dem Verhältnis dieser beiden Prinzipien handelt es sich jedoch nicht um einen unvereinbaren Gegensatz, sondern eher um ein komplementäres Verhältnis: Das absolut Gute und das absolut Böse („weiss“ und „schwarz“) sind im wirklichen Leben eher selten zu finden (Pieper 1997). Es lässt sich vielmehr sagen, dass die beiden Kräfte an den Enden, an denen sie aufeinander treffen, sich vermischen und eine Grauzone bilden.
Das Forschungsseminar „Zur Polarität des Guten und Bösen. Intermediale Annäherungen“ des ProDoc Graduiertenkollegs Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz soll interdisziplinäre Perspektiven auf die mediale Präsenz des Guten und Bösen in ihrer polaren und synergetischen Konstellation eröffnen, um den Zwischenraum von Ästhetik und Ethik auszuloten. Dabei soll diskutiert werden, inwiefern die in der abendländischen Kultur dominanten mythischen, ontologischen und metaphysischen Repräsentationskräfte des Bösen und Guten von medialen Fiktionen sekundiert werden, die das symbolische Feld der (Un-)Taten, der (Un-)Sagbarkeiten und der (Un-)Sichtbarkeiten konstituieren und sich in die imaginären Regulative der moralischen Codes einschreiben. Die Bearbeitung dieser Fragen soll in einer interdisziplinären Runde aus Philosophie, Literatur- und Medienwissenschaften angegangen werden. Vorgesehen sind Beiträge sowohl zu einzelnen Fallbeispielen wie auch zu systematischen und historischen Aspekten des Zusammenspiels von ethisch-ästhetischen Polaritäten.
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